Symptom und Ursache

Irgendwann nach einem Update meiner Archlinux Installation auf meinem HTPC musste ich feststellen dass der Rechner beim starten von udev recht lange brauchte (ca. 3 Minuten). Vorgestern hab ich dann versucht der Ursache dieses Symptoms auf die Spur zu kommen und hab die Maschine für ca. 2 1/2 Stunden einem memtest86+ unterzogen, allerdings ohne Erfolg. Der Speicher war völlig in Ordnung. Auch eine Neuinstallation des Systems brachte keine Linderung.

Gestern dann fiel mir beim Betrachten der Datei “/proc/cpuinfo” auf dass der Rechner, obwohl dahingehend konfiguriert, nicht mehr runtertaktet. “top” gestartet und gesehen dass da zwei “modprobe” Prozesse durch die Gegend marodieren und 100 % CPU beanspruchen. Wäre das also schon mal geklärt. Versucht die Übeltäter zu killen, ging nicht, auch nicht mittels “kill -9″.

In der Prozessbeschreibung der beiden Amokläufer fand ich dann eine PCI ID die ich über Google meinen DVB Karten zuordnen konnte. Für eine der beiden Karten braucht es eine Firmware unter “/lib/firmware” damit modprobe das Kernel Modul für die Karte überhaupt laden kann. Wird die Firmware nicht gefunden bricht modprobe das Laden des Moduls ab und verewigt sich entsprechend im Syslog. Zumindest war das früher mal so. Nur nicht auf meinem System. Da sucht modprobe nach der Firmware findet sie nicht (ich hatte wohl versäumt sie an die richtige Stelle zu kopieren) beendet sich aber nicht sondern fängt an Amok zu laufen.

Ich also kurzerhand die Firmware runtergeladen an die richtige Stelle kopiert und den Rechner neu gestartet. Und siehe da, es werde Licht. Die Büchse startet wieder in akzeptabler Zeit und nach dem Hochfahren sind keine amoklaufenden Prozesse mehr zu finden.

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Ich bin nicht tot

Und dieses Blog ebenfalls nicht. Zugegeben ich habe das Ganze hier in letzter Zeit ein wenig schludern lassen. Auch hätte ich meinem Blog vielleicht ein klein wenig mehr Liebe und Pflege angedeihen lassen können. Alles richtig. Dumm an der Sache ist nur dass mir in letzter Zeit einfach die Zeit und Muße fehlt.

Wie auch immer ich hab jetzt mal das Dingshow Plugin in der Seitenleiste umgestellt so dass es ab sofort meinen identi.ca Account anzeigt. Damit hier vielleicht in Zukunft weniger der Verdacht aufkommt dieses Blog wäre tot …

Nur so ein Gefühl

Irgendwie hab ich den Verdacht dass dieses Gerät der Contentmafia nicht gefallen wird …

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Update-Ärger

Archlinux Update auf meinem HTPC in der letzten Woche. Heute dann festgestellt das der MPD nicht mehr geht. Prima !

Analysiert und festgestellt das MPD sich über eine nicht vorhandene Datei “libavcodec.so.51″ beschwert. Diese Datei, ursprünglich zum ffmpeg-Paket gehörend existiert mit dem Update auf “ffmpeg 20081220-1″ nicht mehr. Hier gibt es dann nur noch eine Datei namens “libavcodec.so.52″.

Abhilfe für den MPD bringt es einen symbolischen Link auf die neue Datei mit dem alten Namen zu erzeugen. Ungefähr so:

ln -sf /usr/lib/libavcodec.so.52 /usr/lib/libavcodec.so.51

UPDATE: Eine weitere Möglichkeit das Problem zu beheben ist es MPD über ABS selbst zu bauen und danach das selbst gebaute Paket mit “pacman -U” zu installieren.

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Lustige Gesellen

Politiker sind schon lustige Gesellen. Bei Gesetzesvorhaben und Verordnungen denken sie zumeist erst einmal an ihre eigenen Spezis und daran wie man deren Taschen am geschicktesten mit Steuergeldern füllen kann. Das man es in diesen Kreisen aber mittlerweile nicht einmal für nötig hält das eigene Tun wenigstens ein wenig zu kaschieren finde ich dann doch ein “klein wenig” unverfroren.

Aber wahrscheinlich hat Wolfgang Tiefensee ein ganz simple Erklärung parat für seine Forderung die Vergaberichtlinien zu lockern. Und, soviel ist sicher, diese Erklärung wird garantiert nicht die Wörter “Vetternwirtschaft” oder “Korruption” oder ähnlich geartete Vokabeln enthalten … sowas würde ein Politiker schließlich nie tun …

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Fehleinschätzungen

Früher dachte ich immer Dinge würden einfach so funktionieren. Quasi Out of the Box. Unter Gentoo (meine letzte Linux-Distribution) war das auch so. Zumindest dachte ich das immer. Man konnte einfach so Ruby und Rubygems installieren. Dazu installierte man sich die Gems die man brauchte und alles funktionierte. Selbst geschriebene Ruby-Skripte konnten auf die installierten Gems zugreifen und sie problemlos verwenden. Die beliebtesten Gems gabs dann auch zum direkten Installieren im Portage Tree.

Nach meinem Umstieg auf Archlinux musste ich dann feststellen dass ich in einer Scheinwelt gelebt hatte, die so gar nicht existiert. Zumindest nicht unter Archlinux. Auch hier konnte man zwar Ruby, Rubygems und die benötigten Gems installieren. Wollte man diese dann aber in eigenen Skripten verwenden monierte der Ruby-Interpreter immer er könne das Gem nicht einbinden da die zugehörige Datei nicht vorhanden sei. Was sie aber doch war. Wovon ich mich auch mittels Rubygems “gem” überzeugen konnte, denn dort konnte ich das Gem in der Liste aller installierten Gems wiederfinden.

Irgendwann habe ich dann nach langem Umhergooglen herausgefunden dass der Ruby-Interpreter an sich doof ist und von sich aus nichts von Rubygems und den installierten Gems weiß. Erst wenn man ihn mittels

ruby -rubygems

aufruft ist er im Bilde und spuckt beim Einbinden der gewünschten Gems nicht irgendwelche Fehlermeldungen. Noch einfacher lässt sich das Ganze bewerkstelligen indem man in der aktiven Shell vor dem Ausführen des Skripts den Befehl

export RUBYOPT=rubygems

ausführt womit der Ruby-Interpreter bei allen weiteren Aufrufen wie bereits oben beschrieben gestartet wird. Den Befehl packt man dann noch in eine ausführbare Datei unter “/etc/profiles.d” (bei mir “rubygems.sh”) von wo sie dann bei jedem Öffnen einer neuen Shell über “/etc/profile” ausgeführt wird.

Womit man dann auch endlich keine Probleme mehr mit Ruby und seinen Gems hat … ;-)

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Mal ne klare Ansage in Richtung Contentmafia

Wir, eure Noch-Kunden (eine stetig schrumpfende Gruppe) und eure Ex-Kunden (eine stetig wachsende Gruppe) sind nicht so dumm wie ihr denkt. Wenn manch einer von uns euch auch anderes glauben lässt solltet ihr euch da mal besser nicht täuschen.

Eure verschissenen Taschenspielertricks könnt ihr in Zukunft auch geschmeidig für euch behalten. Einfach die Abkürzung “DRM” hernehmen vorne eine Buchstaben wegstreichen und hinten einen dranhängen und raus kommt RMS. Ist aber derselbe Mist in Grün und wird sicher nichts an eurer derzeitigen Situation ändern. Schon gar nicht wird es das oben bereits erwähnte Verhältnis Kunden < -> Ex-Kunden in Richtung der Kunden verschieben. Eher das Gegenteil wird der Fall sein.

Zu eurer Ehrenrettung bleibt noch zu erwähnen dass ihr zumindest ein klein wenig lernfähig seit und die übliche Raider-heißt-jetzt-Twix-Taktik zumindest ein bisschen abgewandelt habt. Wenn ihr jetzt noch in der Lage wärt wirklich was zu lernen und diese ganzen DRM-Spielchen endgültig lassen würdet wäre ich euch sehr dankbar und würde den Tag an dem das passiert rot im Kalender markieren. Wobei ich aber befürchte dass ich dafür einen speziellen Kalender brauchen werde, denn der Sankt-Nimmerleins-Tag existiert in keinem mir bekannten Kalender.

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Pseudo-Aufregung

Mal wieder typisch. Von Seiten der EU wird ein schwerer Eingriff in die Grundrechte diskutiert und unsere deutschen Politiker haben nichts besseres zu tun als so zu tun als wäre man gerade aufs übelste brüskiert worden. Natürlich vermeidet man Begriffe wie Menschenrechte oder auch Grundgesetz (von wegen: “Die Würde des Menschen ist unantastbar”) man will ja schliesslich keine schlafenden Hunde wecken. Ist ja auch schon wieder Wahlkampf. Da muss man ja schauen dass man gut da steht.

Für den Fall dass man dann im nächsten Jahr nach der Bundestagswahl die Regierung stellt kann man den EU-Vorschlägen dann ja immer noch kommentarlos zustimmen …

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Was die deutsche Bundewehr mit der Contentmafia gemein hat

Es begab sich zu einer Zeit in der ich gezwungenermaßen für den grössten Trachtenverein Deutschlands tätig war. Ich stand an dem Tag zur Mittagszeit in der Kantine und hatte die Wahl zwischen Forelle gekocht und Forelle gebraten. Schlussendlich hab ich dann die Forelle genommen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit den “Auswahlmöglichkeiten” der Contentmafia. Die Produkte die dem Kunden angeboten werden enthalten alle DRM, womit eine wirkliche Auswahl natürlich nicht gegeben ist. Die einzig logische Entscheidung in diesem Fall ist es einfach nichts zu wählen.

Und dann hat die MPAA doch tatsächlich die Dreistigkeit der EFF zu unterstellen man würde in der Vergangenheit leben da man immer mit denselben Argumenten kommt. Könnte vielleicht einfach daran liegen dass die fehlende Anpassung der Contentmafia an die neuen Gegebenheiten die alten Argumente weiterhin zulässt um nicht zu sagen sie geradezu heraufbeschwört.

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Internet-Filter

Hierbei gehts es natürlich nicht wirklich um Kinderpornografie zumindest nicht nur. Es geht wohl eher um die Begehrlichkeiten der Contentmafia und wohl auch um das Thema Access-Blocking (Neusprech Galore) welches der eine oder andere Innenpolitiker (Namen nenn ich heute mal keine) sicherlich gern umgesetzt sähe.

Und nicht dass jetzt einer glaubt er könne sich derlei Maßnahmen mit Verschlüsselung et al. entziehen. Das können die nämlich auch unterbinden. Und zwar so dass man es nicht merkt. Sagen sie zumindest. Muss man aber nicht glauben … dürfte nämlich schwer zu realisieren sein … nur mal so am Rande …

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Kernel-Entwickler sind doof

Prozessoren der Intel-Atom-Reihe sind seit ca. Mitte des Jahres auf dem Markt, meist verbaut in Netbooks verschiedener Hersteller. Prozessoren die die Intel Nehalem-Architektur verwenden sind noch gar nicht auf dem Markt werden aber für Ende dieses Jahres erwartet.

Und jetzt dürft ihr drei Mal raten welche dieser beiden Prozessorreihen vom Hardware-Monitoring des aktuellen Linux-Kernels 2.6.27 unterstützt wird … Richtig, es ist natürlich die Intel-Nehalem-Reihe. Ist ja auch klar Prozessoren gibts noch keine, aber man kann sie ja schon mal rein präventiv unterstützen. Die dummen Netbook-Besitzer lässt man dagegen im Regen stehen. Da ist es auch egal dass diese Rechner mittlerweile ca. 10% des europäischen PC-Markts ausmachen.

Will man nun als geplagter Netbook-Besitzer dennoch wissen wie heiß die eigene CPU gerade läuft bleibt nur der Weg den Kernel zu patchen und danach zu compilieren. Und um den Ärger zu komplettieren schlägt der Patch - zumindest bei mir - mit dem Kernel 2.6.27 teilweise fehl. Was es nötig macht die “coretemp.c manuell zu editieren, bevor man dann schlussendlich kompilieren kann.

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Mal ehrlich

Anstatt sich über die Rechtmäßigkeit der Herausgabe von Adressen zu dynamischen IP-Adressen zu streiten könnte man sich auch in eine Ritterrüstung schmeißen und versuchen gegen die nächstbesten Windmühlen zu kämpfen. Vor allem wenn sich die hanebüchenen Beweise die zur Abfrage dieser IP-Adressen verwendet werden quasi am Fließband produzieren lassen.

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Das Rad mal wieder neu erfinden

Nur mal so am Rande Herr Gorny aber das gibts schon und nennt sich YouTube. Wobei da können sie als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der deutschen Landesgruppe der IFPI sicher vorher noch was dran machen … würde mich zumindest nicht wundern …

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Vorhersehbar

Mich erinnern die ganzen Probleme mit elektronisch ausgerüsteten Ausweisdokumenten die sich jetzt auftun frappierend an die Probleme der Pay-TV-Industrie die auch schon seit Jahren versucht ihre Smartcards endlich dicht zu kriegen, dies aber nicht schafft da es immer wieder findige Hacker gibt die neue Sicherheitslücken entdecken.

Vielleicht hätten die ganzen Regierungen die derzeit mit solchen Ausweisdokumenten liebäugeln oder bereits eingeführt haben vorher einfach mal dort nachfragen sollen … Hätte vielleicht helfen und verhindern können das Millionen an Steuergeldern in dieses Fass ohne Boden versenkt werden.

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Dummheit und Lernresistenz

Vertreter der Contentmafia glänzen ja gern mit Unwissenheit (auch Dummheit genannt) und Lernresistenz.

Heute haben wir zum Thema John McMahon, Europachef von Sony Pictures Television International, der

  • P2P-Traffic aus dem Netz verbannen möchte, dabei aber vergisst das P2P nicht nur zu “illegalen” Zwecken verwendet werden kann und auch verwendet wird, wie z.B. Linux-Distributionen die darüber verteilt werden oder Plattformen wie Jamendo die darüber ihre unter Creative Commons stehende Musik verteilen.
  • die angebotenen Content-Produkte verbessern möchte, dafür aber angeblich kein Geld hat, weil die bösen Filesharer für die derzeitigen Inhalte kein Geld ausgeben und sich lieber über P2P bedienen. Was er dabei ausblendet ist, das umgekehrt ein Schuh draus wird, denn mit besseren Inhalten wären die Nutzer auch viel eher bereit Geld dafür auszugeben.
  • weiterhin DRM nutzen möchte, das aber Twix und nicht mehr Raider nennt. Was es natürlich keinen Deut besser macht. Aber das hat der werte Herr noch nicht begriffen und wird es wahrscheinlich auch nie. Die Tatsache dass DRM nicht gerade dazu beiträgt das “legale” Angebote sich etablieren können wird dabei geflissentlich ausgeblendet.
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