Symptom und Ursache

10 05 2009 - 21:44

Irgendwann nach einem Update meiner Archlinux Installation auf meinem HTPC musste ich feststellen dass der Rechner beim starten von udev recht lange brauchte (ca. 3 Minuten). Vorgestern hab ich dann versucht der Ursache dieses Symptoms auf die Spur zu kommen und hab die Maschine für ca. 2 1/2 Stunden einem memtest86+ unterzogen, allerdings ohne Erfolg. Der Speicher war völlig in Ordnung. Auch eine Neuinstallation des Systems brachte keine Linderung.

Gestern dann fiel mir beim Betrachten der Datei “/proc/cpuinfo” auf dass der Rechner, obwohl dahingehend konfiguriert, nicht mehr runtertaktet. “top” gestartet und gesehen dass da zwei “modprobe” Prozesse durch die Gegend marodieren und 100 % CPU beanspruchen. Wäre das also schon mal geklärt. Versucht die Übeltäter zu killen, ging nicht, auch nicht mittels “kill -9”.

In der Prozessbeschreibung der beiden Amokläufer fand ich dann eine PCI ID die ich über Google meinen DVB Karten zuordnen konnte. Für eine der beiden Karten braucht es eine Firmware unter “/lib/firmware” damit modprobe das Kernel Modul für die Karte überhaupt laden kann. Wird die Firmware nicht gefunden bricht modprobe das Laden des Moduls ab und verewigt sich entsprechend im Syslog. Zumindest war das früher mal so. Nur nicht auf meinem System. Da sucht modprobe nach der Firmware findet sie nicht (ich hatte wohl versäumt sie an die richtige Stelle zu kopieren) beendet sich aber nicht sondern fängt an Amok zu laufen.

Ich also kurzerhand die Firmware runtergeladen an die richtige Stelle kopiert und den Rechner neu gestartet. Und siehe da, es werde Licht. Die Büchse startet wieder in akzeptabler Zeit und nach dem Hochfahren sind keine amoklaufenden Prozesse mehr zu finden.

admin

Allgemein, Archlinux

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