30. Jun, 2008
Ja ja, ich weiß ich bin mal wieder spät dran, vor allem wo ich mittlerweile schon eine ganze Woche wieder zuhause bin. Daher kommt sie hier nun, die “ultimative” Bilanz des diesjährigen Southside.
- Anreise so früh wie möglich, auf jeden Fall nicht Freitag Nachmittag (16 Uhr und später) außer man steht drauf über eine Stunde über das Campinggelände auf der Suche nach einem freien Zeltplatz zu laufen um dann doch das eigene Zelt zumindest zur Hälfte auf einem der markierten Wege aufstellen zu müssen.
- Es gibt tatsächlich Typen auf diesem Planeten die sehen aus als wären sie eben aus einem Original 70er-Jahre Porno in die Gegenwart gebeamt worden.
- Die Green Stage (Main Stage) war mal wieder zu leise. Außer vielleicht es ist Absicht dass man trotz spielender Band stellenweise die ca 500-700 m entfernte Blue Stage gut bis sehr gut vernehmen kann.
- Bei manch einem Besucher scheint der Irrglaube vorzuherrschen es handle sich bei einem Festival um ein Kostümfest. Was dann dazu führt dass man auf dem Gelände unter anderem auf überdimensionierte Kuscheltiere, Superhelden, die Schlümpfe oder auch auf einen Borat-Verschnitt trifft.
- Festivals dienen in erster Linie dazu die Mitfestivalbesucher mit möglichst ausgefallenen Festival- oder Band-Shirts zu beeindrucken. Alternativ gehen auch T-Shirts mit pseudo-politischen Aussagen.
- Schlamm kann auch auf Festivals vorhanden sein bei denen kein Wasser vom Himmel (aka Regen) gefallen ist.
- Es ist definitiv zu warm, wenn man feststellt dass die Temperaturen im Zelt (Zeltbühne) niedriger sind als außerhalb.
- 3 Tage von dänischen Hot Dogs gelebt.
- 3 Tage das Thema Körperpflege “ein wenig” stiefmütterlich behandelt. Was dazu führen kann dass man mit fortschreitender Zeit sehr anziehend wirkt, vor allem auf Fluginsekten und hier ganz besonders auf die stechende Fraktion.
- Verloren geglaubte Dinge (wie z.B. Müllpfandchips) findet man meist genau dann wieder wenn sie einem nichts mehr nutzen.
- Das eigene Zelt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Partyzelt aufgebaut zu haben erweist sich selten als Vorteil.
So, das soll erstmal reichen. Mehr fällt mir auch gerade nicht ein. Musikalische Betrachtungen eventuell später.
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24. Aug, 2007
Morgen gehts los. Auf zum Area4. Rein wettertechnisch solls ja ganz annehmbar werden. Wobei ich dem Braten nicht wirklich traue. Ich bin auf jeden Fall auf alle Eventualitäten vorbereitet … Live-Blogging wirds keins geben (da offline) … Erfahrungsbericht(e) vielleicht dann ab Montag wenn ich wieder im Lande bin …
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3. Jul, 2007
Wenn man schon so nett drauf hingewiesen wird, kann ich mich natürlich nicht verweigern eine kleine (wenn auch etwas verspätete) Bilanz zum diesjährigen Southside zu schreiben.
Freitag
- Manic Street Preachers: Wie zu erwarten ein Auftritt gespickt mit vielen Klassikern, vermisst habe ich in dem Zusammenhang “The Masses against the Classes” …
- Incubus: Der Sound liess etwas zu wünschen übrig, wobei das eher ein Problem der Bühne war, denn es setzte sich auch die nächsten Tage so fort …
- Marilyn Manson: Absolut enttäuschend, da reicht es auch nicht ein Mikrofon in Form eines Fleischermessers zu verwenden …
- Me First and the Gimme Gimmes: Mehr als “And the next song is a cover !” braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen …
Samstag
- Howling Bells: Eine Band mit Frontfrau (Hatte ich schon erwähnt dass ich eine Schwäche für Bands mit Frontfrau habe ?) die ich bis zum dem Zeitpunkt nicht kannte, die mir aber sehr gut gefallen hat und die ich mir definitv näher ansehen muss und werde …
- Art Brut: Auch hier nur ein Satz und nicht mehr: “Art Brut, Top of the Pops !”
- Porcupine Tree: Aufgrund der schlechten Abstimmung auf dieser Bühne hörte man wenn man wie ich leicht seitlich versetzt stand fast nur Bass. Blieb mir also nur den Standort zu wechseln und den Rest der Performance zu geniessen …
- Kings of Leon: Vom neuen Standort betrachtet eine durchaus gute Performance …
- Juliette & The Licks: Hatte ich bereits in einem separaten Beitrag erwähnt, mein persönliches Highlight des diesjährigen Festivals …
- Placebo: Die bereits mehrfach erwähnte Bühnenproblematik, Standort mehrfach gewechselt konnte ich dann doch noch den Rest des Auftritts genießen, vor allem das Über-Cover von Kate Bushs “Running up that Hill” …
- Pearl Jam: Ich bin sicherlich nicht als der grösste auf diesem Planet lebende Pearl Jam Fan bekannt, dennoch ein stimmiger mit vielen Klassikern gespickter Auftritt der eigentlich auch nicht anders zu erwarten war …
- Queens of the Stone Age: Ein Highlight zu später Stunde. Dumm nur dass die Kräfte dann doch ein wenig nachliessen, vor allem da man sich ja bereits seit ca. 13:00 Uhr auf dem Festivalgelände rumtrieb …
Sonntag
- Fotos: Leider nicht komplett gesehen und daher das Deichkind-Cover von “Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)” verpasst. Ich musste ja auch unbedingt The Bravery sehen …
- The Bravery: Hat mich nicht vom Hocker gerissen, vor allem die Songs der neuen Platte haben mich nicht wirklich begeistert. Dennoch ein Quantensprung im Vergleich zur Performance als Vorband von Depeche Mode Anfang 2006 …
- The Sounds: Grossartige Band, grossartige Performance ! Hier schlägt natürlich meine Schwäche für Bands mit Frontfrau voll durch, aber so sehr sich Maja Ivarsson auch bemüht Juliette Lewis wird sie niemals übertrumpfen können …
- Frank Black: Eigentlich nur gesehen weil er der Frontmann der Pixies ist (oder war ?), dennoch ein gutes Konzert mit mächtig viel Rock n’ Roll, leider ein wenig unterrepräsentiert, da es doch arg leer war vor der Bühne …
- Modest Mouse: Ich ziehe meinen Hut vor jemandem der mit einer noch nicht ganz verheilten Gesichtsverletzung ein solches Konzert spielt …
- Bright Eyes: Die Traurigkeit und Melancholie die ihren Songs inne wohnt wird live nochmal ca. um den Faktor 1000 gesteigert. Eins meiner Highlights am Sonntag …
- Beastie Boys: Die neuen Songs sind doch eher gewöhnungsbedürftig, vor allem Mixmaster Mike auf ein Schlagzeug einhämmern zu sehen ist doch sehr ungewohnt. Gewundert hat mich dass sie “No Sleep till Brooklyn” gespielt haben, obwohl sie irgendwann mal verlauten lassen haben, nie wieder Stücke aus dem Album “Licensed to Ill” live spielen zu wollen. Alles in allem ein weiteres Highlight des Sonntags …
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28. Jun, 2007
Diese Frau (natürlich inklusive ihrer Band) ist der personifizierte Rock n’ Roll, anders lässt es sich einfach nicht beschreiben. Und wer mir nicht glaubt möge sich bitte Juliette & The Licks selbst ansehen und sich eines besseren belehren lassen.
Für mich eindeutig der Höhepunkt des diesjährigen Southside-Festivals …
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28. Jun, 2007
Seit Montag abend bereits zurück gibts hier dann doch noch eine kleine Bilanz vom diesjährigen Southside:
- Stellenweise knöcheltiefen Matsch gabs am Freitag
- Am Samstag wars derbe windig (dafür gabs aber nur noch wenig Matsch)
- Drei Stühle hat man uns geklaut um sie dann sinnloser Zerstörung zu überstellen (Vielen Dank nochmal dafür an die unbekannten Diebe und Zerstörer)
- Ein Zelt wurde von Unbekannten beschädigt (Auch hier vielen Dank an den oder die unbekannten Täter)
- Ein Satz angesengter Ohren gabs am Sonntag (sowas passiert halt wenn man vergisst besagte Körperteile mit Sonnenschutz zu versehen, wenn die Sonne derart brennt)
- 3 Tage nur von Fast Food gelebt
- 3 Tage lang das Thema Körperpflege eher stiefmütterlich behandelt
So, das sollte erst mal reichen, mehr fällt mir gerade im Moment auch nicht ein. Musikalische Berichterstattung vom letzten Wochenende gibts eventuell später …
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27. Jun, 2007
Da bin ich gerade erst vom Southside zurück (und hab noch nicht mal was drüber geschrieben) peile ich schon das nächste Festival an, nämlich das Area4 in Lüdinghausen (liegt zwischen Dortmund und Münster). Das Einzige was mir bis dato noch fehlt sind ein paar Mitstreiter. Also wer sich in meiner Nähe befindet (siehe Blogmap) und Bock hat bitte melden …
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6. Mrz, 2007
Es wird im Sommer eine neue Platte geben, womit dann auch die diesjährigen Festivalauftritte (unter anderem beim Southside) geklärt wären.
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2. Feb, 2007
Der Sommer kommt bestimmt und mit ihm die obligatorischen Festivals, wo sich dann ein solches Gerät als durchaus hilfreich erweisen könnte …
[via: Gizmodo]
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