15. Aug, 2008
In Großbritannien will man ab 2009 die pervertierte Version einer Kuturflatrate einführen. Und das geht so.
Ein Teil der Musikmafia (hier unter anderem: EMI und Sony BMG) legen über einen Strohmann (hier playlouder) in Zusammenarbeit mit einem Internetprovider (hier Virgin Media) eine Kulturflatrate für die Kunden eben dieses Providers auf. Der Kunde soll dafür 5 britische Pfund bezahlen darf dann aber natürlich nur die Musikstücke tauschen für die das neue Konstrukt auch die Rechte hält (also unter anderem die der oben bereits erwähnten EMI und Sony BMG). Da der Kunde aber genau das nicht kann und/oder will wird er weiter so verfahren wie immer und das aus dem Netz laden worauf er Lust hat.
playlouder kann nun die aus der in dieser sogenannten Kulturflatrate verankerten “Deep Packet Inspection” gewonnenen Daten (Man weiss jederzeit wer welche Musik runtergeladen hat) an die nicht beteiligten Musikmafia-Firmen (z.B. Time Warner und Vivendi Universal) weitergeben die dann die entsprechenden Kunden kostenpflichtig abmahnen können.
Und da sag noch einer die Musikmafia wäre schwerfällig und nicht in der Lage neue Geschäftsmodelle zu erdenken …
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8. Okt, 2007
Eine Industrie gilt als innovativ wenn sie sich:
a) seit Jahren standhaft weigert ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen
b) stattdessen lieber Lobbying betreibt um schärfere Gesetze zu schaffen die das alte Geschäftsmodell so lange wie möglich am Leben erhalten.
Das zumindest sagt Chris Israel, seines Zeichens Oberhirni der US-Regierung zum Thema Urheberrecht, wenn er sich im Zusammenhang mit dem am Donnerstag erfolgten Urteil gegen Filesharing folgendermaßen äussert
“Piracy impacts many of our most innovative industries, costs American jobs and is a huge threat to our economic competitiveness.”
Ich glaub ich schreib dann mal eine Mail an den Herrn um zu fragen was für Drogen die im Weissen Haus so einwerfen …
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20. Sep, 2007
Dan Glickman seines Zeichens MPAA-Chairman sagt:
“Their revenue bases depend on legitimate operations of their networks and more and more they’re finding their networks crowded with infringed material, bandwidth space being crowded out”
und legt damit mal wieder eine äußerst verquere Logik an den Tag. Was er sagen will ist klar: Die bösen Filesharer sind Schuld an der schier grenzenlosen Gier der großen Telekommunikationsanbieter. Die nämlich müssten nicht an der Neutralität der Netze rütteln gäbe es denn ganzen durch Filesharing verursachten Traffic nicht. Wobei der Zusammenhang den er hier zu kreieren versucht doch recht gut passt, denn gierig sind sie schließlich beide die Content- genauso wie die Telekommunikationsmafia.
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18. Apr, 2007
Ich werde mich jetzt hier nicht über die Arctic Monkeys auslassen und ob sie tatsächlich WebSheriff beauftragt haben um ihr neues Album aus den einschlägigen Filesharing-Programmen fernzuhalten. Genauso wenig soll das hier dazu dienen die Ehre der Arctic Monkeys zu retten. Aber eins ist sicher V2 ist nicht die Plattenfirma der Arctic Monkeys, wie man eigentlich ohne viel Mühe selbst herausfinden kann. Stellt sich nur die Frage warum das bisher noch keiner getan hat.
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13. Jul, 2006
Wenn der Begriff Kulturflatrate auch nicht explizit genannt wird, scheint es aber genau das zu sein was die Association of Independent Music (AIM) mit ihrem Vorschlag verfolgt.
Weiterhin wichtig: Filesharing wird endlich als das dargestellt was es eigentlich ist, nämlich eine andere Form von Radio.
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