30. Mai, 2007
Onkel Schünemann geht mir ja derart auf die Eier dass ich es kaum in Worte fassen kann, vor allem wenn er mal wieder rein reflexartig gegen sogenannte Killerspiele wettert und behauptet es gäbe da welche:
“… bei denen schon in der Spielanleitung steht, dass der Gegner ganz langsam in den Tod getrieben werden soll.”
Dass er die von ihm beschriebenen Spiele auch benennen kann darf bezweifelt werden …
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6. Dez, 2006
Nachdem der Reichstag gebrannt hat und somit unsere Politiker (aka Demokratiefeinde) den ultimativen Grund haben ein neues Ermächtigungsgesetz zu fordern und zu verabschieden haben wir auch schon jemanden für den derzeit vakanten Posten des Führers gefunden. Es ist niemand Geringeres als Günther Beckstein, der derzeit mal wieder zum Thema Killerspiele vorprescht.
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29. Nov, 2006
Das ist ungefähr die Anzahl an Arbeitsplätzen die uns die Profilneurose gewisser Politiker mindestens kosten wird, sollte ein Verbot von Ego-Shootern (im Politikerjargon auch “Killerspiele” genannt) in Deutschland verabschiedet werden.
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22. Nov, 2006
Dann hätten unsere Damen und Herren Politiker endlich den ultimativen Grund das lang ersehnte Ermächtigungsgesetz zu fordern und auch zu verabschieden (wie schon Onkel Adolf 73 Jahre zuvor). Dann wäre wenigstens Ruhe im Karton und die Demokratiefeinde müssten nicht ständig irgendwelche neuen Vorwände finden um unsere Grundrechte weiter einzuschränken und uns zu bervormunden.
Mir geht dieses populistische Genöle nämlich langsam schwerstens auf die Eier, um die Dinge mal beim Namen zu nennen und nicht lang um den heissen Brei herumzureden.
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21. Nov, 2006
Es kam wie es kommen musste, in Emsdetten läuft der ehemalige Schüler einer Realschule Amok um sich kurz danach selbst zu richten. Die Medien berichten darüber, dass er sich gern mit sogenannten Killerspielen (!!! Vorsicht Worthülse !!!) beschäftigt hat woraufhin unsere Politiker nicht besseres zu tun haben als wieder die alten und bereits bekannten Phrasen zum Thema zu dreschen. Hier einige Beispiele:
Jörg Schönbohm, CDU:
“Deshalb müsse konsequent gegen Spiele vorgegangen werden, die Gewalt verherrlichen.”
Nun, Herr Schönbohm, wenn das so ist sollten wir vielleicht darüber nachdenken Computerspiele generell zu verbieten, denn streng genommen thematisiert selbst ein Spiel wie Super Mario Bros. das Thema Gewalt. Aber vielleicht erwarte ich auch zuviel von ihnen, denn ich glaube kaum dass sie weder das eine noch das andere Spiel jemals aus der Nähe gesehen geschweige denn selbst gespielt haben.
Volker Beck, Die Grünen:
“Wenn die Informationen zutreffen, dass der Täter gesellschaftlich isoliert war und seine Zeit hauptsächlich mit dem Spielen von Killerspielen verbracht hat, dann muss jetzt verstärkt eine Debatte um Förderung von Medienkompetenz und eine sinnvolle Computernutzung geführt werden.”
Das Problem edukativ anzugehen scheint noch der beste Vorschlag zu sein, schade nur dass offen gelassen wird wie das genau ablaufen soll. Es steht zu befürchten, dass hier nur wieder der Versuch unternommen werden soll sich und die eigene Partei mit einem halbgaren Konzept zu profilieren.
Dieter Wiefelspütz, SPD:
“Ich bin sehr dafür, ein Verbot von Killerspielen in Betracht zu ziehen.”
Hier gilt dasselbe wie bei Jörg Schöhnbohm. Die hier thematiserten Spiele hat Herr Wiefelspütz noch nie aus der Nähe gesehen oder schon mal selbst ausprobiert. Er verlässt sich lieber auf die Informationen sogenannter Experten.
Jörg Schöhnbohm, CDU:
“Ein wirksamer Jugendschutz kann offenbar nur erreicht werden, wenn besonders schädliche Computerspiele nicht mehr hergestellt beziehungsweise der Zugriff für Jugendliche erheblich erschwert wird.”
“Es muss durch geeignete technische Filter verhindert werden, dass Jugendliche Zugang zu diesen Spielen erhalten. Auf diesem Feld sind vor allem die Provider gefordert.”
Zum Abschluss nochmal Herr Schöhnbohm, dem auch nichts zu billig ist, nicht mal bei der Gelegenheit gleich nach Zensur zu rufen. Das Zensur nach dem Grundgesetz eigentlich nicht stattfindet ignoriert er dabei geflissentlich.
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